In Griechenland halten zwei große Waldbrände die Einsatzkräfte weiter in Atem. Besonders kritisch ist die Lage rund 60 Kilometer nordwestlich von Athen. Dort breiten sich die Flammen nach Behördenangaben auf einer kilometerlangen Front aus. Im Gebiet Agios Vasilios mussten Hunderte Menschen mit Booten in Sicherheit gebracht werden, nachdem sie von den Flammen eingeschlossen worden waren.
Ein weiterer größerer Brand wütet auf der Halbinsel Peloponnes nahe Porto Heli. Auch dort wurden zahlreiche Dörfer vorsorglich evakuiert, berichtete der griechische Rundfunk ERT. Starke Winde erschweren nach Angaben der Feuerwehr die Löscharbeiten aus der Luft. Löschflugzeuge und Hubschrauber können nur eingeschränkt eingesetzt werden.
Auf Kreta setzte die Feuerwehr unterdessen ihre Einsätze fort. Die Lage habe sich deutlich entspannt, berichteten örtliche Medien. Eine Entwarnung könne jedoch weiterhin nicht gegeben werden, da auffrischender Wind die Brände jederzeit wieder anfachen könnte, warnte der Zivilschutz.
Auch im Süden und Westen der Türkei gibt es zahlreiche Feuer, die durch starke Winde angefacht werden.
An der französischen Atlantikküste konnten derweil Zehntausende evakuierte Menschen wieder nach Hause zurückkehren. Innenminister Nuñez sagte in den Abendnachrichten, man gehe davon aus, dass das Schlimmste überstanden sei.
Auch in Spanien sind die verheerenden Feuer weitgehend eingedämmt. Evakuierungen und Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben.
dpa/est/jp