Frankreich und Spanien kämpfen weiter gegen massive Waldbrände - ein Ende ist nicht abzusehen. Schon über 340.000 Menschen mussten inzwischen in Sicherheit gebracht werden.
In Frankreich haben sich die Brände in der Nähe der Stadt Bordeaux weiter ausgebreitet. Nach Angaben von Reportern vor Ort mussten in der Nacht zu Sonntag rund 50.000 weitere Menschen im Großraum Bordeaux ihre Wohnungen verlassen. Der beißende Rauchgeruch ist mittlerweile bis in die Stadt Bordeaux vorgedrungen. Das Feuer hat inzwischen mehr als 42.000 Hektar erfasst - das entspricht viermal der Fläche von Paris. Auch in anderen Regionen Frankreichs, darunter im Département Var und auf der Insel Korsika, kämpfen Feuerwehrleute gegen weitere Brände.
Auch in Spanien mussten Zehntausende ihre Häuser verlassen. Bei einem Brand unweit der Stadt Valencia im Osten des Landes kam ein Mensch ums Leben. Besonders betroffen ist auch der Großraum Madrid. Dort ist der Notstand ausgerufen worden. Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte bei einem Besuch in der Kommandozentrale der Einsatzkräfte vor einer weiterhin schwierigen Situation. Es sei unklar, wie sich der Wind entwickeln werde. Die Priorität bestehe darin, Menschenleben zu retten und Ortschaften zu schützen.
Auch in Italien gibt es zahlreiche Waldbrände. Besonders betroffen sind die Mittelmeerinsel Sizilien und die Region Kalabrien. Die Behörden befürchten eine Verschärfung der Lage durch eine neue Hitzewelle.
dpa/rtbf/vrt/est