Zum ersten Mal seit mehr als 15 Jahren ist wieder ein UN-Generalsekretär zu Besuch in Syrien. In Damaskus führt António Guterres unter anderem Gespräche mit Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa. Geplant sind auch Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft und mit Vertreterinnen von Frauenorganisationen.
Auf dem Programm steht auch ein Treffen mit der UN-Beobachtermission auf den Golanhöhen (Undof) in Syrien. Die Blauhelme der Undof-Mission überwachen eine etwa 235 Quadratkilometer große Pufferzone zwischen Israel und Syrien.
Mit Ban Ki Moon hatte zuletzt 2009 ein Generalsekretär der Vereinten Nationen Syrien besucht. Guterres selbst war zuletzt 2010 in dem Land, damals noch in der Rolle des UN-Flüchtlingshochkommissars.
Das Land war nach Beginn des Bürgerkriegs 2011 international weitgehend isoliert. Ende 2024 stürzte eine Rebellenallianz unter Führung der Islamistengruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) die Regierung unter Baschar al-Assad. HTS-Kopf al-Scharaa führt das Land heute als Übergangspräsident.
Seit dem Umsturz knüpft die Regierung wieder engere Kontakte zur internationalen Gemeinschaft. Zuletzt war mit Emmanuel Macron auch zum ersten Mal wieder ein EU-Staatschef in Syrien.
dpa/est