Acht Jahre nach dem Einsturz einer Autobahnbrücke in Genua in Norditalien ist der Hauptangeklagte zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Hafenstadt sprach den früheren Leiter von Italiens Autobahngesellschaft, Giovanni Castellucci, schuldig.
In Genua war am 14. August 2018 die Morandi-Brücke, die mehr als ein halbes Jahrhundert mitten durch die Stadt führte, plötzlich eingestürzt. Fahrzeuge wurden 45 Meter in die Tiefe gerissen. Laut einem Bericht von Sachverständigen wies das Bauwerk wegen mangelhafter Wartung schwere Schäden auf.
43 Menschen kamen bei dem Einsturz ums Leben. Das Gerichtsverfahren gegen insgesamt 57 Beschuldigte dauerte vier Jahre.
dpa/moko