Nach einem Skandal um Todesfälle in einer Militäreinheit hat der ukrainische Präsident Selenskyj eine Reform der Sturmtruppen angekündigt. Es gebe viele Probleme, die gelöst werden müssten. Vor allem im Umgang mit den Soldaten, sagte Selenskyj in einer Videoansprache.
Im Juni hatte ein Medienbericht Aufsehen erregt, nachdem bei einem Sturmregiment innerhalb von sechs Monaten mehr als zwei Dutzend Rekruten in ihrer militärischen Grundausbildung ums Leben kamen. Diese sollen demnach verprügelt, erniedrigt und anderweitig misshandelt worden sein.
Tote und Verletzte bei russischen Angriffen
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew wieder mit Raketen beschossen. Dort waren mehrere Explosionen zu hören. Der Bürgermeister spricht von drei Verletzten.
Im Süden und Südosten des Landes haben russische Angriffe fünf Todesopfer gefordert.
Ukraine beschießt 21 russische Öltanker
Unterdessen hat die Ukraine nach eigenen Angaben in der Nacht zu Samstag zahlreiche russische Schiffe im Asowschen Meer mit Drohnen angegriffen. Demnach waren darunter 21 Öltanker sowie weitere Schiffe.
Kiew erklärt, auch vier Schlepper, zwei Frachtschiffe und ein Schwimmbagger seien getroffen worden. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft.
Russland spricht dagegen von Angriffen auf vier Schiffe. Ein Matrose sei ums Leben gekommen. Die Schäden seien gering. Es bestehe keine Gefahr, dass Ladung auslaufe. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
dpa/vrt/okr