Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat trotz der Attacken von US-Präsident Donald Trump gegen Verbündete eine positive Bilanz des Gipfeltreffens in Ankara gezogen. Dieser Gipfel habe gezeigt, dass das Bündnis stärker sei als je zuvor. Die Nato sei geschlossen und bereit, jeden Zentimeter ihres Territoriums zu verteidigen, sagte der Niederländer auf der Abschlusspressekonferenz.
Als Beleg verwies Rutte auf die Gipfelerklärung, in der die Verbündeten ihr Bekenntnis zur kollektiven Verteidigung nach Artikel 5 des Nato-Vertrags bekräftigen.
Auch Premierminister Bart De Wever zog eine positive Bilanz des Treffens. Im Sitzungssaal habe Trump deutlich versöhnlichere Töne angeschlagen, sagte De Wever in der VRT. Er glaube, verraten zu dürfen, dass sich Trump am Ende zufrieden gezeigt habe mit dem, was er gehört habe - sogar mehr als zufrieden.
Nato-Staaten versprechen Ukraine bei Gipfel Milliardenbetrag
Die von Russland angegriffene Ukraine hat beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen erhalten. Für dieses Jahr sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs angenommenen Gipfelerklärung hervorgeht.
Ein EU-Hilfspaket wird dabei allerdings mitgerechnet. Über dieses soll die Ukraine bis Ende 2027 rund 60 Milliarden Euro für verteidigungsrelevante Ausgaben bekommen. Unter dem Strich bleiben damit noch rund 80 Milliarden Euro, die Nato-Staaten aus ihren nationalen Haushalten stemmen müssen.
dpa/rop