US-Präsident Trump hat den Streit mit Spanien neu angefacht und eine Ende des Handels mit dem EU-Land angekündigt. Er wolle mit Spanien keinen Handel mehr treiben, sagte Trump bei einer Pressekonferenz beim Nato-Gipfel in Ankara.
Trump zeigte sich - wie schon beim Nato-Gipfel im vergangenen Jahr - grundsätzlich über den Kurs von Nato-Partner Spanien verärgert. Spaniens linker Regierungschef Pedro Sánchez ist einer der schärfsten europäischen Kritiker der Außen- und Militärpolitik Trumps. Als einziges Nato-Land lehnt Spanien die Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts ab.
Den amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran hatte er als völkerrechtswidrig bezeichnet und es den US-Streitkräften untersagt, gemeinsame Militärbasen im Süden Spaniens für die Angriffe auf den Iran zu nutzen.
Spanien sei ein furchtbarer Partner in der Nato, sagte Trump. Deswegen sollte jeder Handel mit dem Land beendet werden. Konkrete Ankündigungen, wie ein solcher Schritt in die Tat umgesetzt werden soll, machte er nicht.
Rutte tritt Trump-Kritik an Europäern wegen Iran entgegen
Nato-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Trump haben sich beim Nato-Gipfel einen kurzen Schlagabtausch geliefert. Als Trump erneut mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Krieg gegen den Iran beklagte, widersprach Rutte ihm.
5.000 Flugzeuge seien zur Unterstützung der US-Offensive gegen den Iran aus Europa abgehoben, sagte Rutte am Rande des Gipfels. Damit bezog er sich auf Starts der US-Luftwaffe insbesondere von US-amerikanischen Militärstützpunkten auf dem Kontinent.
Rutte hat einen guten Draht zu Trump und ist eigentlich bekannt für die Strategie, Trump in der Öffentlichkeit in Schutz zu nehmen und ihm demonstrativ zu schmeicheln.
dpa/RoP