Russland hat im Juni weniger Langstreckendrohnen und Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Das geht aus einer Auswertung der Nachrichtenagentur AFP hervor. Demnach ging die Zahl der Drohnen und Raketen im Vergleich zum Mai um 29 Prozent respektive 15 Prozent zurück.
Trotzdem verursachten die knapp 6.000 Angriffe weiter schwere Schäden und forderten zahlreiche Opfer. Besonders schwer traf ein Großangriff Anfang Juni die Städte Dnipro und Kiew. Dabei kamen nach ukrainischen Angaben mehr als zwanzig Menschen ums Leben.
Gleichzeitig verstärkte die Ukraine ihre Angriffe auf russisches Gebiet und besetzte Landesteile. Kiew bezeichnet sie als Reaktion auf die fast täglichen russischen Luftangriffe. Besonders im Visier stehen russische Energieanlagen.
Die Ukraine hat eine Brücke auf einer Fernstraße zwischen den Großstädten Donezk und Mariupol im Südosten des Landes zerstört. Damit ist eine wichtige Straßenverbindung in dem von Russland besetzten Gebiet unterbrochen worden. Das eilte der Generalstab in Kiew mit.
In sozialen Netzwerken veröffentlichte Bilder zeigten die Trümmer des Bauwerks im Flusstal gut 20 Kilometer nördlich von Mariupol. Es existiert jedoch eine Umgehungsroute für den Straßenverkehr aus Richtung Norden. Den Angaben des Generalstabs zufolge wurden zudem eine Eisenbahnbrücke im Luhansker Gebiet und eine weitere für die Logistik wichtige Querung in der Region Donezk getroffen.
dpa/sh/belga/vk