Die Piusbruderschaft hat trotz einer Warnung von Papst Leo vier neue Bischöfe geweiht. Die Zeremonie fand in der Schweiz statt. Der Vatikan hatte die Weihen zuvor als unzulässig bezeichnet. Nach katholischem Kirchenrecht ziehen Bischofsweihen ohne Zustimmung des Papstes die Exkommunikation nach sich.
Die erzkonservative Gemeinschaft lehnt bis heute wichtige Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab. Die Piusbrüder sehen in den Reformen eine "Selbstzerstörung der Kirche", die sie unbedingt verhindern wollen.
Bereits 1988 hatte sie gegen den Willen des Papstes vier Bischöfe geweiht. Damals wurden die Beteiligten exkommuniziert. Papst Benedikt XVI hob die Strafe später als Zeichen der Versöhnung wieder auf.
dpa/vk