In Rom geht die Stadtverwaltung gegen die letzten verbliebenen Pferdekutschen im historischen Zentrum vor und treibt Pläne für einen Umstieg auf Taxis voran. Das berichtet die Zeitung "Corriere della Sera".
Demnach sind von den einst zahlreichen "botticelle" inzwischen nur noch 16 Betreiber übrig, die eine Umwandlung ihrer Lizenz in eine Taxigenehmigung bislang ablehnen oder hinauszögern. Rom setzt nun auf eine Mischung aus Anreizen und Druck. Die Stadt prüft dem Bericht zufolge derzeit, ob über Sponsoren der Kauf von Autos finanziert werden kann, die den Kutschern künftig als Ersatz für die Pferdekutschen dienen sollen. Ziel sei es, den Umstieg attraktiver zu gestalten und gleichzeitig den traditionellen Kutschbetrieb schrittweise zu beenden.
Der Einsatz der Kutschen ist vor allem in den Sommermonaten stark eingeschränkt. Ab Temperaturen von mehr als 30 Grad gilt in der Regel ein Fahrverbot, erlaubt sind sie lediglich in den frühen Morgenstunden und am Abend.
Tierschützer kritisieren den Betrieb seit Jahren als nicht mehr zeitgemäß und verweisen auf die Belastung der Tiere im dichten Verkehr sowie bei Hitze.
dpa/RoP