Die jüngste Hitzewelle in Europa ist nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nur ein Vorbote dessen, was den Kontinent in den kommenden Jahren erwarten wird. "Diese Hitzewelle ist eine Generalprobe", sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge.
"Die nächsten Sommer werden noch schwieriger werden." Hitzewellen seien längst keine einmaligen Extremereignisse mehr, sondern wiederkehrende Krisen. "Sie treten häufiger auf, werden intensiver und dauern länger", sagte Kluge.
Rettungsdienste meldeten derzeit laut WHO Rekordzahlen zu Einsätzen. In Frankreich sei die Zahl der Notrufe in einigen Städten um bis zu 50 Prozent gestiegen. In London sei vergangene Woche die höchste Zahl an Notrufen in lebensbedrohlichen Situationen registriert worden, die der Rettungsdienst dort jemals an einem Tag verzeichnet habe. Und in Spanien habe es binnen weniger Tage geschätzt mehr als 300 hitzebedingte Todesfälle gegeben.
dpa/RoP