In der EU sind KI-Anwendungen zur missbräuchlichen Erstellung von sexualisierten Deepfakes künftig verboten. Die Mitgliedsländer gaben grünes Licht für die neue Regel, die ab dem 2. Dezember 2026 gelten soll.
Bei Deepfakes werden mit Hilfe Künstlicher Intelligenz täuschend echt wirkende Bild-, Video- oder Tonaufnahmen manipuliert oder erzeugt. Das neue Verbot soll die bisherigen Regeln ergänzen, indem es neben den Nutzenden auch die Anbieter der entsprechenden digitalen Werkzeuge ins Visier nimmt.
In dem neuen Gesetz soll genau definiert sein, was sexualisierte Inhalte sind und was nicht. Das Verbot zielt demnach auf KI-Anwendungen ab, die etwa die Erstellung von realistischen Bildern oder Videos vom Intimbereich erlauben - insbesondere von Genitalien, dem Anus, Po oder entblößten weiblichen Brüsten sowie von sexuell eindeutigen Handlungen.
Nach der Einigung mit dem Europaparlament galt die Zustimmung der Mitgliedsländer als Formalie. Das KI-Amt der EU soll das Verbot federführend durchsetzen.
dpa/est