Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC rechnet damit, dass die Zahl der Ebola-Toten in der Demokratischen Republik Kongo in wenigen Tagen mehr als 300 betragen wird. Aktuell sind laut der Behörde in dem zentralafrikanischen Land 1.118 Ebola-Fälle bestätigt. Unter diesen Fällen sind 291 Menschen, die an der hochgefährlichen Krankheit starben.
Der schnelle Anstieg der Fälle bereitet Sorgen - in keiner der vorangegangenen Ebola-Epidemien auf dem Kontinent war die Zahl der bestätigten Fälle in den ersten fünf Wochen so hoch gewesen wie in der aktuellen Epidemie. Doch es gibt auch gute Nachrichten: In der kommenden Woche sollen klinische Verfahren für Medikamente beginnen. Das antivirale Medikament Remdisivir ist den Angaben zufolge bereits im Kongo eingetroffen. Zudem wird ein Prophylaxemittel getestet, das nach Kontakt mit dem Ebola-Erreger helfen soll. Mehrere Unternehmen arbeiten an weiteren Impfstoffkandidaten.
dpa/sh