Der britische Premierminister Starmer hat seinen Rücktritt angekündigt. Er ziehe damit die Konsequenzen aus den schlechten Zustimmungswerten, sagte Starmer vor seinem Amtssitz in London.
Er habe König Charles am Montagmorgen über seine Entscheidung informiert. Als nächstes soll seine Labour-Partei einen Zeitplan für die Regelung seiner Nachfolge aufstellen. Sein Nachfolger könnte das Amt voraussichtlich im September antreten. Bis dahin will Starmer Regierungschef bleiben.
Zwei Jahre nach seinem Wahlsieg sind Starmers Umfragewerte historisch schlecht. Am Freitag hatte sein parteiinterner Rivale Burnham einen Sitz im Parlament gewonnen. Es wird erwartet, dass Burnham den Labour-Parteivorsitz übernimmt und damit neuer britischer Premier wird.
Nigel Farage fordert Neuwahl
Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage fordert Neuwahlen. Seine rechtspopulistische Partei Reform UK sei bereit, "radikale Veränderungen herbeizuführen", schrieb er in einem Beitrag in den Sozialen Netzwerken. Wenn die Labour-Partei glaube, sie könne den Premier einfach austauschen, werde sie eine böse Überraschung erleben, drohte Farage.
In Umfragen liegen die Rechtspopulisten seit Monaten vor den einstigen Volksparteien Labour und den Konservativen. Regulär steht jedoch erst 2029 wieder eine Parlamentswahl an.
dpa/vrt/jp/mh