Bei russischen Raketenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zu Montag mindestens neun Menschen getötet worden. Die meisten Attacken galten der Hauptstadt Kiew. Dort starben vier Menschen, mehr als 20 wurden verletzt.
Getroffen wurde unter anderem ein Hochhaus und außerdem die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters. Wie der Militärgouverneur auf Telegram schrieb, gibt es ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Klosters. Bürgermeister Klitschko zufolge sind zudem 140.000 Einwohner ohne Strom, weil Leitungen getroffen wurden.
Bei den russischen Angriffen wurden auch Ziele in Charkiw und Dnipro getroffen. In der Industriestadt Charkiw starben durch russische Angriffe fünf Rettungskräfte. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe setzte Russland mehr als 600 Drohnen und 70 Raketen ein.
Die russischen Behörden melden drei Tote nach einem ukrainischen Drohnenangriff auf die Stadt Tula südlich von Moskau.
Selenskyj fordert von G7 Reaktion auf Russlands Angriff
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den russischen Angriff auf die Kathedrale des Höhlenklosters in Kiew als schweres Verbrechen gegen die christliche Kultur bezeichnet. Die Klosteranlage gehört zum Unesco-Welterbe. Das Dach geriet durch die Attacken in Brand, alte Ikonen und anderen Heiligtümer sind nach Kirchenangaben aber in Sicherheit.
Selenskyj fordert die G7-Staaten bei ihrem Gipfel in Evian auf, den Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr zu verstärken.
belga/dpa/jp