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Ukraine setzt auf Treffer auf der Krim

12.06.202611:3912.06.2026 - 14:52
  • Russland
  • Ukraine
  • Ukraine-Krieg
Russisches Kriegsschiff in der Nähe der Kertsch-Brücke (Archivbild: Stringer/AFP)
Russisches Kriegsschiff in der Nähe der Kertsch-Brücke (Archivbild: Stringer/AFP)

Die ukrainische Armee hat mit ihren Drohnen mehrere Ziele auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Demnach wurde am Kraftwerk von Simferopol ein großer Brand beobachtet, berichtet der proukrainische Telegramkanal "Krymskij Weter".

Am russischen Luftwaffenstützpunkt Saki gab es demnach Flugabwehrfeuer. Explosionen waren auch in anderen Teilen der Halbinsel zu hören. Die russische Verwaltung äußerte sich nicht zu den Angriffen.

Taktik der ukrainischen Armee in den vergangenen Wochen war es, die Krim zu isolieren und den russischen Nachschub zu stören. Für die Bewohner der Krim ist Treibstoff mittlerweile auch mit Bezugsscheinen kaum noch zu bekommen.

Da von der Krim viele zum Tanken über die Kertsch-Brücke ins anliegende russische Gebiet Krasnodar fahren, kam es auch dort Medienberichten zufolge bereits zu Engpässen bei der Kraftstoffversorgung.

Ukraine warnt vor Einschlägen der russischen Oreschnik-Rakete

Die ukrainische Luftwaffe hat die Bevölkerung vor einem erneuten Einsatz der russischen Mittelstreckenrakete Oreschnik gewarnt. Innerhalb von 24 Stunden gebe es eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Russland mit dieser Waffe angreife, teilte die Luftwaffe mit.

Am Donnerstag hatte das ukrainische Militär bereits kurz vor Mitternacht Ortszeit für knapp 14 Minuten landesweit Raketenalarm ausgelöst. Zum Einschlag von Raketen kam es dann aber nicht.

Russland hat die Oreschnik-Rakete nach russischen und ukrainischen Berichten seit 2024 bereits dreimal gegen die Ukraine eingesetzt. Mit einer geschätzten Reichweite bis zu 6.000 Kilometern kann die atomwaffenfähige Oreschnik mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit selbst Ziele in Westeuropa innerhalb von Minuten erreichen. Kiew verfügt über kein Mittel zur Abwehr dieser Waffe.

dpa/sh/moko

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