Große Unternehmen und Verbände haben zuletzt deutlich mehr Geld für Lobbyarbeit bei EU-Institutionen ausgegeben. Im vergangenen Jahr steigerten sie ihre Lobbyausgaben um fast 50 Prozent im Vergleich zu 2020.
Das geht aus einer Auswertung der gemeinnützigen Initiativen LobbyControl und Corporate Europe Observatory hervor. Diese stützt sich auf Zahlen des EU-Transparenzregisters, das für Unternehmen und Institutionen verbindlich ist.
Demnach zahlten die insgesamt 173 Tech-, Finanz-, Energie- und Chemiekonzerne gemeinsam etwa 382 Millionen Euro pro Jahr. Das seien 27 Millionen Euro beziehungsweise rund sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Mit mindestens 73 Millionen Euro geben die größten Tech-Unternehmen am meisten Geld dafür aus, Politiker von ihren Anliegen zu überzeugen.
dpa/sh