Die Ausbreitung von Ebola in der Demokratischen Republik Kongo ist nach Angaben der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen besorgniserregend. Mittlerweile seien bereits 246 Todesfälle bei mehr als 1.000 Verdachtsfällen registriert worden. Der stellvertretende Direktor für operative Einsätze, Gonzalez, bezeichnet die Situation als "sehr alarmierend".
Noch nie seien so kurz nach der offiziellen Bekanntgabe eines Ausbruchs so viele Fälle gemeldet worden. Helfer vor Ort können mit der raschen Ausbreitung der Krankheit kaum Schritt halten. Täglich kommen neue Verdachtsfälle hinzu, während zahlreiche Proben noch auf ihre Auswertung warten. Deshalb ist das tatsächliche Ausmaß des Ausbruchs bislang unklar.
Ärzte ohne Grenzen fordert eine deutliche Verstärkung der medizinischen Hilfe vor Ort sowie einen schnellen Ausbau der Testkapazitäten. Zudem sei die Unterstützung und Einbindung der lokalen Bevölkerung entscheidend, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.
vrt/mh