Großbritannien hat ein neues System zur Altersprüfung von Asylsuchenden angekündigt. Es soll auf Künstlicher Intelligenz basieren und laut Innenministerium das Alter von Personen ziemlich genau schätzen können, die angeben, minderjährig zu sein. Das System soll unter anderem Gesichtserkennung nutzen und bis 2027 eingeführt werden.
In Großbritannien werden minderjährige Asylsuchende anders behandelt als Erwachsene. Deshalb spielt das Alter bei der Entscheidung über den Asylantrag eine wichtige Rolle.
Bisher wird das Alter von Mitarbeitern der Einwanderungsbehörden eingeschätzt. Das steht jedoch in der Kritik, unter anderem wegen fehlender Schulungen und hoher Fehlerquoten. In einigen Fällen wurden Personen zunächst als Erwachsene eingestuft, später aber als Minderjährige anerkannt.
Das Innenministerium will das neue System ausgiebig testen, bevor es eingesetzt wird. Die Regierung von Premierminister Starmer will zudem die Zahl der Migranten reduzieren, die über den Ärmelkanal ins Land kommen. In diesem Jahr ist diese Zahl bereits deutlich gesunken.
belga/vk