China baut seine militärischen Anlagen weiter aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Analysen von Satellitenbildern. Demnach bereitet sich das Land auf einen möglichen ersten Angriff der USA vor - auch auf einen möglichen Atomangriff.
In einer abgelegenen Wüstenregion entstehen offenbar neue Abschussanlagen, Bunker und Kommunikationssysteme. Außerdem wird Infrastruktur gebaut, die als Kommandozentrale oder für digitale Kriegsführung genutzt werden könnte. Experten sprechen von Tausenden Kilometern neuer Anlagen. Damit wolle China seine nukleare Abschreckung stärken.
Berichten zufolge arbeitet China auch an neuen Satellitensystemen zur Frühwarnung vor Raketenangriffen. Diese sollen Angriffe mit Langstreckenraketen innerhalb von etwa 90 Sekunden erkennen. So könnte China noch vor dem Einschlag einer Rakete zurückschlagen.
Die chinesische Regierung betont allerdings weiterhin, niemals zuerst Atomwaffen einsetzen zu wollen.
Die Spannungen zwischen China und den USA bleiben hoch. Ein wichtiger Streitpunkt ist Taiwan. China betrachtet die Insel als Teil seines Staatsgebiets. Zuletzt hat Peking seine Militärübungen in der Nähe Taiwans verstärkt. Die USA unterstützen Taiwan unter anderem mit Waffenlieferungen.
US-Präsident Trump hatte sich bei einem Treffen mit Chinas Staatschef Xi zwar nicht klar auf die Seite Taiwans gestellt. Zuletzt erklärte er aber, mit der Inselregierung sprechen zu wollen.
belga/vk