Russland hat in der Nacht zum Sonntag erneut die ukrainische Hauptstadt Kiew mit Drohnen und Raketen angegriffen. Vier Menschen wurden getötet, mehr als 60 wurden verletzt, auch Kinder. Den Behörden zufolge gab es eine Reihe von Explosionen und Bränden. Zahlreiche Gebäude seien beschädigt worden, darunter Hochhäuser und eine Schule.
Auch aus anderen Landesteilen wurden russische Attacken gemeldet, etwa aus Tscherkassy und Dnipropetrowsk. Auch dort gab es Verletzte. Im Nachbarland Polen war das Militär in Alarmbereitschaft. Als Vorsichtsmaßnahme stiegen Flugzeuge der Luftwaffe auf.
Russland hat bestätigt, dass es die Ukraine mit der neuartigen Rakete vom Typ "Oreschnik" angegriffen hat. Damit antworte man auf die "terroristischen Angriffe" der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Oreschnik-Rakete ist eine atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete, die Ziele in bis zu 5.000 Kilometern Entfernung treffen kann.
Nach ukrainischen Angaben, war es einer der größten Angriffe seit Kriegsbeginn. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, es sei wichtig, dass das für Russland nicht ohne Folgen bleibe. Selenskyj appellierte, dass weiter an einer Flugabwehr für die Ukraine gearbeitet werden müsse. Ballistische Raketen kann die Ukraine bisher nur mit dem US-System "Patriot" abwehren. Diese Systeme sind aber teuer und weltweit Mangelware.
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