Bei einem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen 528 Verdachtsfälle und 132 vermutete Todesfälle. Die Ausbreitungsgefahr in Afrika gilt als hoch.
Die WHO befürchtet eine wesentlich höhere Dunkelziffer, da vermutet wird, dass viele Fälle nicht gemeldet werden. Der Großteil der Erkrankungen wurde im zentralafrikanischen Kongo gemeldet, wo der Ausbruch mutmaßlich in der dritten Aprilwoche begann. Im benachbarten Uganda gibt es laut WHO bislang zwölf Verdachtsfälle und einen bestätigten Todesfall.
Für den Ausbruch ist die seltene Bundibugyo-Variante verantwortlich, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt. Das erschwert die Eindämmung der Epidemie.
Experten: Ebola-Lage ernst, aber keine Pandemie-Gefahr
Internationale Experten sehen angesichts des Ebola-Ausbruchs in Zentralafrika keine Gefahr für eine Pandemie. Der Ebola-Notfallausschuss, der die Weltgesundheitsorganisation (WHO) berät, erklärte, die Lage sei ernst, die Kriterien für einen Pandemie-Notstand seien aber nicht erfüllt.
Der Ausbruch passierte in der Unruheprovinz Ituri, wo nach Kämpfen rund 100.000 Menschen auf der Flucht sind. In solchen Situationen ist eine gute Gesundheitsversorgung schwierig.
dpa/sh