In der EU gibt es eine Einigung auf die vollständige Umsetzung des umstrittenen Zolldeals mit den USA. Unter dem Eindruck der jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump haben sich Vertreter der Regierungen und des Europäischen Parlaments in der Nacht darauf geeinigt.
Damit sollen Zölle auf US-Industriegüter abgeschafft und US-Agrarprodukten ein besserer Marktzugang gewährt werden. Die Vorteile sollen nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen.
Der Zolldeal wurde im vergangenen Sommer vereinbart, um einen drohenden Handelskrieg mit den USA abzuwenden. Dabei musste die EU US-Zölle in Höhe von 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die Vereinigten Staaten und die Abschaffung von EU-Zöllen auf US-Industriegüter akzeptieren.
EU-Abgeordnete Van Brempt verteidigt Abkommen
Abgeordnete des EU-Parlaments zeigen sich erleichtert über die Einigung zum Zollabkommen zwischen der EU und den USA. Auch die Europaabgeordnete Kathleen Van Brempt verteidigt das Abkommen. Ohne die Mitwirkung des EU-Parlaments wären keine weiteren Schutzmaßnahmen für die europäische Wirtschaft eingebaut worden, sagte die Vooruit-Politikerin im flämischen Rundfunk.
FEB und Voka zufrieden
Der belgische Unternehmerverband (FEB) ist zufrieden mit der Umsetzung des Handelsabkommens zwischen der EU und den USA. Die Einigung sei ein wichtiger Schritt, um die Stabilität der Handelsbeziehungen zu gewährleisten und eine Eskalation zu vermeiden, teilte der FEB am Mittwoch mit. Der Verband mahnt jedoch zur Wachsamkeit.
Die neue Situation sei nicht ideal, aber sie sei weitaus besser als die Unsicherheit der letzten Monate, erklärte auch der flämische Arbeitgeberverband Voka.
dpa/vrt/sh/vk