Der Verleger der Asterix-Comics hat im Streit um die Marke "Obelix" einen Etappensieg vor dem Gericht der Europäischen Union erzielt. Das EU-Gericht hob eine Entscheidung des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) auf, das sich weigerte, die zugunsten einer polnischen Waffenfirma eingetragene Marke für nichtig zu erklären.
Dagegen hatte der französische Verlag "Les Éditions Albert René" geklagt. Zugunsten des französischen Verlags ist "Obelix" seit 1998 als Marke eingetragen, zum Beispiel für Bücher, Kleidung und Spiele. 2022 trug das Europäische Markenamt die Wortmarke darüber hinaus für Waffen und Munition eines polnischen Unternehmens ein.
Der Verlag kritisierte, dass das Rüstungsunternehmen die Bekanntheit sowie das Ansehen der älteren Marke ausnutzen und deren Ruf schaden könnte. Es spiele auf die "Unbesiegbarkeit und übermenschliche Stärke" von Obelix an, der eine der Hauptfiguren des Comics von René Goscinny und Albert Uderzo ist.
Gegen das Urteil kann noch Berufung beim Gerichtshof der Europäischen Union eingelegt werden.
dpa/sh