Bewaffnete Drohnen sind die mit Abstand häufigste Todesursache von Zivilisten im sudanesischen Bürgerkrieg. Das hat der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, erklärt. Allein zwischen Januar und April seien mindestens 880 Todesfälle der Zivilbevölkerung auf Drohnen zurückzuführen gewesen.
Türk forderte entschiedene Maßnahmen, um die Lieferung von Waffen, darunter immer fortschrittlichere bewaffnete Drohnen, an die Konfliktparteien zu verhindern.
Im Sudan herrscht seit drei Jahren ein blutiger Bürgerkrieg. Die Vereinten Nationen sprechen von der weltweit größten humanitären Krise. Mehr als 11,5 Menschen wurden durch den Krieg vertrieben, etwa die Hälfte der Bevölkerung des Landes ist von Hunger bedroht.
Menschenrechtsorganisationen werfen beiden Konfliktparteien schwere Verbrechen vor.
dpa/mh