Bei russischen Angriffen in der Nacht von Samstag auf Sonntag sind in der Ukraine mehrere Menschen getötet und verletzt worden.
In der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer seien zwei Menschen ums Leben gekommen, fünf weitere hätten Verletzungen davongetragen. Die russischen Drohnen trafen sowohl die Infrastruktur des Hafens als auch private Wohnhäuser.
Odessa ist als wichtiger Hafen in Frontnähe ein häufiges Ziel für russische Drohnen und Raketen. So wurden erst zu Wochenbeginn bei einem schweren Drohnenangriff mehr als ein Dutzend Menschen dort verletzt.
In der ebenfalls am Schwarzen Meer liegenden Stadt Mykolajiw wurden bei einem Raketenangriff fünf Personen verletzt. Und auch das unmittelbar an der Frontlinie liegende Cherson wurde einmal mehr von russischen Drohnen beschossen. Ein Mann sei dabei getötet, fünf weitere Personen verletzt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Auch in der ukrainischen Hauptstadt Kiew wurde am Samstagabend Luftalarm ausgelöst. Über der Stadt waren nach Medienberichten zahlreiche Explosionen zu hören.
In der russischen Hauptstadt Moskau wurde auf zwei Flughäfen vorübergehend der Betrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt. Später gab der Bürgermeister bekannt, dass zwei Drohnen abgeschossen wurden. Auch am Flughafen in St. Petersburg wurde der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt. Russland gibt an, 60 ukrainische Drohnen abgeschossen zu haben.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben auch den russischen Hafen Primorsk in der Ostsee angegriffen. Laut dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj wurden zudem zwei russische Öltanker an der Einfahrt zum Schwarzen Meer getroffen. Dabei handelte es sich um Schiffe, die unter falschem Namen fuhren, um westliche Sanktionen zu umgehen und dennoch Öl verkaufen zu können.
dpa/vrt/okr/vk