Die Nato versucht, Details zum geplanten Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland zu klären.
Wie eine Sprecherin der Nato mitteilte, arbeite das Bündnis eng mit den USA zusammen, um die Entscheidung besser zu verstehen. Zugleich betonte sie, Europa müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen und stärker in die Verteidigung investieren. Nach Einschätzung der Nato gibt es in diese Richtung bereits Fortschritte. Die Sprecherin zeigte sich zuversichtlich, dass Abschreckung und Verteidigung auch während des Umbaus gewährleistet bleiben.
US-Verteidigungsminister Hegseth hat den Abzug angeordnet. Er soll innerhalb von sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Die USA begründen die Entscheidung damit, dass sie die Truppenpräsenz in Europa und in der Welt allgemein prüft und an die Anforderungen der Einsatzgebiete anpasst. Beobachter sehen darin, dass sich die deutsch-amerikanischen Beziehungen verschlechtern. US-Präsident Trump hatte zuletzt damit gedroht, Truppen aus Deutschland abzuziehen, nachdem der deutsche Kanzler Merz ihn wegen des Iran-Kriegs kritisiert hatte. Derzeit sind in Deutschland noch 35.000 Soldaten stationiert. Es wird befürchtet, dass ein Teilabzug auch spürbare Folgen für die betroffenen Regionen haben wird. Welche Standorte betroffen sind und welches Personal genau verlegt wird, ist bislang unklar.
dpa/okr