Nach einem Medienbericht über angebliche US-Pläne für eine Suspendierung der Nato-Mitgliedschaft von Spanien hat Regierungschef Pedro Sánchez die Bündnistreue seines Landes betont. Am Rande des EU-Gipfels auf Zypern sagte Sánchez Journalisten, die Haltung der spanischen Regierung sei klar: absolute Zusammenarbeit mit den Verbündeten. Diese Zusammenarbeit könne aber nur "im Rahmen des internationalen Rechts" erfolgen.
Sánchez ist einer der schärfsten europäischen Kritiker des amerikanisch-israelischen Kriegs gegen den Iran.
Einem unbestätigten Medienbericht zufolge soll im Pentagon eine Mitteilung kursieren, in der Maßnahmen gegen "schwierige" Nato-Mitglieder vorgeschlagen werden, die das US-Militär im Krieg gegen den Iran nicht unterstützt hätten. Im Falle Spaniens werde eine Aussetzung der Mitgliedschaft in der Nato erwähnt.
Die Regierung in Madrid hat den amerikanisch-israelischen Krieg gegen den Iran als "illegal" kritisiert. Madrid untersagte den USA die Nutzung gemeinsamer Militärbasen im Süden des Landes für Angriffe auf den Iran und sperrte seinen Luftraum für US-Militärflugzeuge, die an Angriffen teilnehmen.
dpa/est