Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Ungarn hat Ministerpräsident Orban der Opposition unterstellt, dass diese im Falle einer Niederlage Unruhen vom Zaun brechen würde. Außerdem warf er ihr Zusammenarbeit mit ausländischen Geheimdiensten vor. Beweise für die angebliche Vorbereitung von Unruhen legte Orban keine vor.
Orbans Partei Fidesz liegt in allen seriösen Umfragen deutlich hinter der Tisza-Partei von Herausforderer Peter Magyar. Magyar hatte einen Bruch mit Orbans halb-autoritärem Regierungssystem versprochen.
Orban hat sich stark an Russland unter Präsident Putin angelehnt. In der Europäischen Union, der Ungarn seit 2004 angehört, hat er mit seinem Veto Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine blockiert. Seine destruktiven Schachzüge in der EU stimmte er Berichten zufolge mit Moskau ab.
dpa/vk