Das russische Militär hat die Ukraine am Karfreitag mit hunderten Raketen und Drohnen angegriffen. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte das russische Militär mehr als 500 Drohnen und 37 Raketen unterschiedlichen Typs ein. Der Großteil sei rechtzeitig abgefangen worden. Dennoch habe es an 20 Orten Einschläge gegeben.
Durch die Angriffe kam es auch zu Stromausfällen in der Hauptstadt Kiew und anderen Gebieten. Zuvor war wegen der Gefahr durch russische Raketen und Drohnen im ganzen Land Luftalarm ausgelöst worden.
Als Vorsichtsmaßnahme ließ die polnische Armee eigene Abfangjäger aufsteigen. Verletzungen des polnischen Luftraums habe es jedoch nicht gegeben.
Auch die ostukrainische Großstadt Charkiw wird nach Behördenangaben seit mehr als einem Tag ständig von russischen Luftangriffen überzogen. In der Nacht zu Freitag habe es vier Raketenangriffe gegeben, schrieb der Militärgouverneur des Gebietes auf Telegram.
Auch Drohnen wurden eingesetzt. Die Polizei berichtete am Freitagmorgen von fünf Verletzten. Mehrere Wohnhäuser und Bürogebäude wurden beschädigt.
Schon am Donnerstag griff die russische Armee Charkiw immer wieder mit Kampfdrohnen an. Ukrainische Rettungskräfte sprachen von russischen Drohnen eines iranischen Bautyps mit schnellem Jetantrieb. Deren Flugzeit von Russland bis Charkiw sei so kurz, dass eine Abwehr schwierig sei.
dpa/sh/vk