Laut einem Bericht von Nato-Generalsekretär Mark Rutte sind die Verteidigungsausgaben der europäischen Mitgliedsstaaten und Kanadas im vergangenen Jahr um 19,6 Prozent auf umgerechnet 498 Milliarden Euro gestiegen.
Von der Höhe der Ausgaben der USA sind sie allerdings noch weit entfernt. Der Nato zufolge brachten die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr umgerechnet 727 Milliarden Euro für militärische Zwecke auf.
Bereits im vergangenen Jahr hatte Rutte mitgeteilt, dass mittlerweile abgesehen von Island alle Nato-Mitgliedstaaten mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung ausgeben. Damit wurde mit einem Jahr Verspätung eine Zielvorgabe erreicht, die 2014 festgelegt worden war.
Beim Gipfeltreffen im vergangenen Juni wurde auf Druck von US-Präsident Donald Trump vereinbart, dass die Nato-Staaten in Zukunft mindestens einen Betrag in Höhe von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes in die Verteidigung stecken müssen.
dpa/moko