Die Zahl der registrierten irregulären Grenzübertritte in die Europäische Union ist in den ersten zwei Monaten dieses Jahres um 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.
Das geht aus vorläufigen Zahlen der EU-Grenzschutzbehörde Frontex hervor. Knapp 12.000 Versuche registrierte die Behörde demnach bisher. Als Ursache für den Rückgang nennt sie die durch die Jahreszeit bedingten harten Wetterbedingungen auf den Hauptfluchtrouten über das Meer.
Der stärkste Rückgang der Versuche, in die EU zu kommen, wurde auf der westafrikanischen Route über den Atlantik zu den kanarischen Inseln (-83 Prozent) verzeichnet. Auf der zentralen Mittelmeerroute von Nordafrika in Richtung Italien sowie auf der östlichen Mittelmeerroute über Griechenland ging die Zahl der irregulären Grenzübertritte jeweils um die Hälfte zurück.
Die EU-Grenzschutzagentur verweist in ihrem Bericht auch auf mögliche Auswirkungen des Iran-Kriegs. Die Eskalation der Lage im Nahen Osten berge die Gefahr, dass es in den kommenden Monaten zu einer Zunahme der Fluchtbewegung in der Region kommen werde.
dpa/mh