Im Balkanland Kosovo hat die amtierende Präsidentin Vjosa Osmani das Parlament aufgelöst und Neuwahlen angesetzt. Davor war die Wahl eines neuen Präsidenten gescheitert, weil sich im Parlament nicht genügend Abgeordnete eingefunden hatten, um den Wahlprozess zu starten.
Damit stehen im Kosovo zum dritten Mal innerhalb gut eines Jahres Parlamentswahlen an. Bei den letzten vorgezogenen Neuwahlen im Dezember hatte die Partei des heutigen Regierungschefs Kurti mit absoluter Mehrheit der Stimmen gewonnen.
Das fünfjährige Mandat von Präsidentin Osmani läuft am 4. April ab.
Für die Wahl eines Nachfolgers schreibt die Verfassung die Anwesenheit von zwei Drittel der 120 Abgeordneten vor. Mit nur 66 Abgeordneten, die weitgehend dem Regierungslager entstammten, wurde das Quorum von 80 Abgeordneten deutlich verfehlt.
dpa/est