In Österreich ist nach dem Erfrierungstod einer jungen Frau auf dem Großglockner ihr Freund und Kletterpartner wegen grob fahrlässiger Tötung verurteilt worden. Das Landesgericht Innsbruck verhängte eine fünfmonatige Bewährungsstrafe sowie eine Geldstrafe.
Die 33-jährige Frau und ihr heute 37 Jahre alter Freund waren im Januar 2025 auf den höchsten Berg Österreichs gestiegen. Die völlig entkräftete Frau starb in der Nacht bei eisigem Wind knapp unterhalb des Gipfels. Der Mann ließ sie allein zurück, um Hilfe zu holen.
Der Richter begründete das Urteil damit, dass der Mann die Tour nicht rechtzeitig abgebrochen und somit falsch reagiert habe. Zudem habe der erfahrene Alpinist keine Rücksicht darauf genommen, dass seine Freundin zuvor keine vergleichbaren Bergtouren gemacht habe.
dpa/sh