Zwei Jahre nach dem Tod des Kremlgegners Alexej Nawalny in einem Straflager erinnern am Montag in Russland und vielen anderen Ländern Menschen an den Oppositionsführer. Nach Angaben seines Teams sind Gedenkveranstaltungen in mehr als 20 Staaten geplant.
Am Grab Nawalnys in Moskau versammelten sich bereits am Vormittag trotz Schneesturms zahlreiche Menschen, darunter die Mutter des Verstorbenen. Sie forderte Gerechtigkeit für ihren Sohn, der ermordet worden sei.
Auch Nawalnys Witwe Julia Nawalnaja und mehrere europäische Länder werfen Russlands Präsident Wladimir Putin Mord vor und sprechen von einer Tötung durch Nervengift. Die russischen Behörden behaupten dagegen, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Kreml-Sprecher Peskow erklärte, solche Anschuldigungen akzeptiere man nicht. Sie seien unbegründet.
Am Wochenende hatten fünf europäische Länder am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz Belege dafür vorgelegt, dass Nawalny in einem sibirischen Straflager vergiftet wurde.
dpa/est/mh