Zwei Jahre nach dem Tod des russischen Oppositionspolitikers Nawalny in einem Straflager gibt es nach Angaben mehrerer europäischer Länder Belege für eine Vergiftung - und zwar mit einem Gift, auf das nur der russische Staat Zugriff hat. Das haben die Außenminister von Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Schweden und der Niederlande am Rande der Münchener Sicherheitskonferenz mitgeteilt.
In Gewebeproben Nawalnys sei Epibatidin nachgewiesen worden - ein hochtoxischer Stoff, der ursprünglich in Pfeilgiftfröschen vorkommt. Die Proben sollen heimlich entnommen und zur Untersuchung ins westliche Ausland gebracht worden sein. In Laboren verschiedener europäischer Länder sei der Stoff unabhängig voneinander identifiziert worden.
Russische Behörden hatten als Todesursache eine "Kombination von Krankheiten" angegeben. Daran gab es von Beginn an erhebliche Zweifel.
dpa/mh