In Paris ist Freitagabend ein Mann von Sicherheitskräften niedergeschossen und tödlich verletzt worden, der zuvor einen Gendarmen mit einem Messer und einer Schere angegriffen haben soll. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Triumphbogens am Rand einer Zeremonie am Grabmal des Unbekannten Soldaten.
Wie die französischen Behörden mitteilen, hatte der Mann zunächst versucht, ein Mitglied einer Musikkapelle der Gendarmerie anzugreifen. Daraufhin sei er von einem anderen Gendarmen niedergeschossen worden. Die Antiterror-Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen, der französische Innenminister hat den Vorfall als versuchten Anschlag bezeichnet.
Laut französischen Medienberichten hat der 47-jährige mutmaßliche Täter bereits 2012 in Brüssel einen ähnlichen Angriff verübt. Er sei zunächst von Frankreich nach Belgien gereist im Zusammenhang mit Demonstrationen von Anhängern der radikalislamischen Sharia4Belgium-Gruppe. In der Metrostation Molenbeek habe er dann drei Polizisten ebenfalls mit einem Messer angegriffen. 2013 verurteilte ihn die belgische Justiz daraufhin wegen terroristisch motivierter versuchter Tötung von Polizisten zu 17 Jahren Gefängnis.
Der Mann ist laut den Berichten 2015 in eine französische Haftanstalt transferiert worden. Ende letzten Jahres sei er schließlich freigelassen worden, sei aber weiter von der Justiz überwacht worden.
dpa/sh