Der infolge des Epstein-Skandals schwer angeschlagene britische Premierminister Keir Starmer stemmt sich weiterhin gegen Forderungen nach seinem Rücktritt. Bei einer nicht-öffentlichen Ansprache an die Labour-Fraktion im Unterhaus warb Starmer um das Vertrauen der Abgeordneten.
Neben Oppositionspolitikern hatte zuvor auch der Chef der schottischen Labour-Partei, Anas Sarwar, ihn zum Rücktritt aufgefordert. Auslöser für die aktuelle Krise war die Entscheidung des Premiers, den früheren Wirtschaftsminister Peter Mandelson zum Botschafter in den USA zu ernennen, obwohl er enge Kontakte zu Jeffrey Epstein pflegte. In den vergangenen Tagen sind bereits mehrere Vertraute Starmers zurückgetreten.
Auch für die britischen Royals wird die Causa Epstein zur immer größeren Belastung. Nachdem die Epstein-Akten neue Vorwürfe gegen Andrew zutage gefördert hatten, kündigte König Charles an, die Polizei bei etwaigen Ermittlungen gegen seinen Bruder zu unterstützen.
dpa/sh