In Mailand ist es am Rande der Olympischen Winterspiele am Samstagabend zu Krawallen gekommen. Nach einem Protestmarsch von mehr als 3.000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes warfen einige Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab sechs Festnahmen.
Der Protest richtete sich gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Winterspielen. Die ICE-Beamten sollen sich um den Schutz von US-Vizepräsident Vance und Außenminister Rubio kümmern.
ICE steht in der Kritik wegen ihres brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. Laut Italiens Regierung kommen die ICE-Beamten auf den Straßen nicht zum Einsatz.
Italiens Ministerpräsidentin Meloni übte scharfe Kritik. Sie nannte die am Protest Beteiligten "Feinde Italiens und der Italiener". Meloni erwähnte auch einen Vorfall auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn. An drei Stellen waren am Samstag Beschädigungen entdeckt worden. Das sorgte für erhebliche Probleme im Bahnverkehr. Ermittler schließen nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris dabei um Sabotageakte handeln könnte.
dpa/vk