Nach dem Ende des letzten großen nuklearen Abrüstungsvertrags zwischen Russland und den Vereinigten Staaten hat US-Außenminister Rubio einer Neuauflage eine Absage erteilt. Der "New Start"-Vertrag erfülle seinen Zweck nicht mehr, schrieb er auf der Plattform X. Stattdessen pocht Rubio auf ein Abkommen, das auch China einbezieht.
Russlands Ex-Präsident Medwedew warf Rubio daraufhin Unehrlichkeit vor. Wenn die USA die Einbeziehung des chinesischen Atompotenzials erreichen wollten, was sei dann mit den Atomwaffen Großbritanniens und Frankreichs, fragte er.
Der bisherige Vertrag "New Start" war 2010 zwischen den USA und Russland geschlossen worden und lief am Donnerstag offiziell aus. Das Abkommen begrenzte unter anderem die Zahl der strategischen Nuklearsprengköpfe auf 1.550 Stück für jede Seite.
Zuvor sagte Präsident Trump laut seiner Sprecherin Leavitt, er wolle Experten eine neue Version des Vertrags ausarbeiten lassen. Eine Übergangsvereinbarung gebe es nicht. Kreml-Sprecher Peskow erklärte daraufhin, Russland und die USA seien sich der Notwendigkeit bewusst, rasch Verhandlungen über das Thema aufzunehmen. Präsident Putin hatte angeregt, die zentralen Bestimmungen des Abkommens ein weiteres Jahr beizubehalten.
dpa/rop/jp