In der ukrainischen Hauptstadt Kiew fährt die Metro wegen eines Spannungsabfalls nicht mehr. Betroffen waren alle Linien. Zwar gab es seit Kriegsbeginn immer mal wieder einzelne Ausfälle. Dieses Ausmaß erlebt die Stadt das erste Mal.
In Kiew gibt es wie in vielen anderen Städten des Landes wegen der Schäden an der Energieinfrastruktur nach russischen Angriffen Notabschaltungen und Stromausfälle. Die tief unter der Erde gelegenen Metrostationen dienen im Krieg auch als Schutzbunker bei den russischen Angriffen.
In der Nacht hatte es erneut schwere Angriffe auf die Ukraine gegeben: Die ukrainische Luftwaffe sprach von 90 Drohnen, wovon 20 diverse Ziele getroffen hätten. Angegriffen wurde demnach unter anderem die zweitgrößte Stadt der Ukraine, Charkiw, sowie die Region Saporischschja.
Welche Ziele genau avisiert wurden, ist unklar. Kiew sei in der Nacht verschont geblieben. Zuletzt hieß es, Russland greife stattdessen derzeit logistische Ziele wie Eisenbahnknotenpunkte an. Russland hatte auf Bitten von US-Präsident Trump zugesagt, Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur bis morgen zu unterlassen.
dpa/dlf/dop