Im Nordosten Syriens kämpfen kurdisch angeführte Milizen gegen Regierungstruppen und deren Verbündete. Deswegen droht, dass sich die humanitäre Lage dort weiter verschlechtert. Die Zustände in dem Gebiet seien "katastrophal", teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in London.
So wird die Stadt Kobane nahe der türkischen Grenze seit mehr als einer Woche belagert. Hier wohnen überwiegend Kurden. Es kommen kaum noch Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfs in die Stadt. Die Übergangsregierung in Syrien hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert.
Die syrische Übergangsregierung hat im Nordosten des Landes große Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht und die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) zurückgedrängt. Aktuell gilt eine Waffenruhe, die um 15 Tage verlängert wurde. Die SDF sollen nun einen Plan vorlegen, wie die Institutionen in der kurdischen Selbstverwaltung in die staatliche Ordnung übergehen.
dpa/okr