Die Handelsbeziehungen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten drohen zu eskalieren. Das Europäische Parlament hat am Mittwoch die Umsetzung des Zollabkommens erst mal auf Eis gelegt. Mit der Androhung von Extrazöllen im Zusammenhang mit Grönland habe der US-Präsident den Bogen endgültig überspannt, hieß es.
Das Abkommen war im vergangenen Sommer vereinbart worden. Industriegüter aus den USA sollten künftig zollfrei in die EU eingeführt werden können. Zudem sollten die USA einen verbesserten EU-Marktzugang für ihre Agrarprodukte bekommen. Im Gegenzug verzichtete US-Präsident Trump unter anderem auf Sonderzölle in Höhe von 30 Prozent auf Importe aus der EU. Die Umsetzung wurde von der EU-Kommission bereits auf den Weg gebracht, für den Vollzug braucht es aber die Zustimmung des Parlaments und der Mitgliedstaaten.
Trumps neue Zollpläne sehen vor, ab dem 1. Februar Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf Importe aus acht europäischen Staaten zu verhängen. Der US-Präsident will damit den Widerstand gegen einen Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die Vereinigten Staaten brechen.
dpa/vk