Die Europäische Union ist nach eigenen Angaben für den Fall gewappnet, dass der Grönland-Streit mit den USA zu einem neuen Zollkonflikt führt. Ein Sprecher der EU-Kommission bestätigte in Brüssel, dass theoretisch bereits am 7. Februar EU-Sonderzölle auf Wareneinfuhren aus den USA fällig werden könnten - im Wert von 93 Milliarden Euro. Diese Abgaben seien im Rahmen des Zollkonflikts im vergangenen Jahr vorbereitet worden.
Betroffen von den EU-Ausgleichszöllen wäre eine lange Liste mit Industrie- und Agrarprodukten wie zum Beispiel Flugzeugen, Motorrädern, Rindfleisch, Whiskey oder Zitrusfrüchten. Die Maßnahmen hätten im vergangenen Sommer in Kraft treten sollen, wenn die USA angedrohte Zölle in Höhe von 30 Prozent auf die Einfuhr europäischer Produkte eingeführt hätten. Stattdessen gab es dann allerdings eine Abmachung auf einen Basiszollsatz in Höhe von 15 Prozent und die Verordnung für die Gegenzölle wurde erst einmal für sechs Monate wieder ausgesetzt.
dpa/est