Im Iran haben erneute Tausende Menschen gegen die Regierung demonstriert - den 14. Tag in Folge. Wegen der landesweiten Internetsperre sind Details unklar.
In sozialen Medien sind Menschenansammlungen in mehreren Städten zu sehen, vor allem in der Hauptstadt Teheran. Offenbar gehen die Sicherheitskräfte hart gegen die Proteste vor.
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisation sind in den letzten zwei Wochen schon fast 50 Menschen ums Leben gekommen. Das Zentrum für Menschenrechte im Iran mit Sitz in New York berichtet von vielen Verletzten in Krankenhäusern.
Frankreich, Großbritannien und Deutschland haben die iranische Staatsführung angesichts der Massenproteste eindringlich zum Gewaltverzicht aufgerufen. Man sei zutiefst besorgt und verurteile die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Premier Starmer, Präsident Macron und Kanzler Merz.
Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs und Oppositionsführer im Exil, hat die Demonstranten aufgefordert, landesweit die Stadtzentren einzunehmen. Die Iraner sollten an diesem Wochenende auf die Straßen gehen und dort bleiben, schrieb er im Onlinedienst X.
belga/dpa/jp