Im Schweizer Skiort Crans-Montana soll am 9. Januar eine offizielle Gedenkfeier für die Opfer der Brandkatastrophe stattfinden. Das kündigte die Gemeinde auf ihrer Homepage an.
An der Feier wird der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin teilnehmen. Ob auch ausländische Staatschefs anreisen, ist noch unklar. Der Tag wird zudem zu einem nationalen Trauertag erklärt. Zu Beginn der Trauerfeier sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute.
Inzwischen sind 16 weitere Opfer identifiziert worden. Das teilten die Behörden des Schweizer Kantons Wallis mit. Unter ihnen sind zahlreiche Minderjährige. Insgesamt sind damit jetzt 24 Todesopfer identifiziert.
Bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana waren in der Silvesternacht 40 Menschen ums Leben gekommen und 119 verletzt worden, die meisten schwer. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war Schaumstoff an der Decke durch funkensprühende Partyfontänen in Brand geraten. Das Feuer hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet.
Die Schweizer Polizei nahm unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung strafrechtliche Ermittlungen gegen die Barbetreiber auf. Die Gemeinde Crans-Montana tritt als Nebenklägerin in dem Verfahren auf und hat eine Zivilklage eingereicht.
dpa/sh