Die Brandkatastrophe in Crans-Montana mit 40 Toten und 119 Verletzten ist laut Ermittlungen wohl durch Feuerwerk ausgelöst worden, das in Champagnerflaschen gesteckt wurde und die Decke der Bar in Brand gesetzt hat. Das sagte die Generalstaatsanwältin im Kanton Wallis, Beatrice Pilloud, bei einer Pressekonferenz.
Zu dem Ergebnis seien die Ermittler nach der Auswertung von Videos, der Vernehmung von mehreren Zeugen und der Sicherung von ersten Spuren gekommen.
Bei den Zeugenaussagen handele es sich um die französischen Betreiber der Bar und Gäste der Bar, die entkommen konnten.
"Es wird geprüft, ob eine strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird", sagte die Generalstaatsanwältin. Das wäre der Fall, wenn es eine Verantwortung noch lebender Personen gebe.
Mindestens 40 Menschen sind durch das Feuer ums Leben gekommen. Mindestens 80 der 115 Verletzten wurden so schwer verletzt, dass sie sich immer noch in Lebensgefahr befinden.
Die meisten der Opfer sind junge Menschen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Unter den Verletzten ist auch ein Nachwuchsspieler des französischen Fußball-Erstligisten FC Metz. Er wurde mit schweren Verbrennungen in ein deutsches Krankenhaus geflogen.
dpa/est