US-Präsident Trump glaubt, ein Ende von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sei bald möglich. Es müssten aber noch zwei bis drei schwierige Fragen geklärt werden, sagte Trump nach seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj am Sonntag in Florida. Zuvor hatte er mit Russlands Präsident Putin telefoniert.
Vor allem die Zukunft der Donbass-Region im Osten der Ukraine ist noch unklar. Russland will das gesamte Gebiet annektieren. Die Ukraine kontrolliert aber noch Teile davon. Die Rede ist von einer militärischen Pufferzone oder einer Freihandelszone. Wer das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja kontrollieren soll, steht ebenfalls noch nicht fest.
Trump erklärte auch, die Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine stünden zu 95 Prozent fest. Nach Angaben von Selenskyj haben die USA der Ukraine Sicherheitsgarantien für eine Dauer von 15 Jahren angeboten. Der Zeitraum könne aber verlängert werden. Er habe Trump um einen längeren Zeitraum von 30, 40 oder 50 Jahren gebeten. Trump wolle darüber nachdenken, sagte Selenskyj bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen.
Nur bei soliden Sicherheitsgarantien werde er das Kriegsrecht aufheben. Vorher sei der Krieg nicht beendet, sagte Selenskyj. Das Kriegsrecht gilt seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022. Unter anderem verbietet es wehrfähigen Männern, das Land zu verlassen.
Moskau: Lösung des Ukraine-Kriegs kommt voran
Moskau hat das Telefonat zwischen Kremlchef Putin und US-Präsident Trump sowie dessen anschließendes Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Selenskyj positiv bewertet. Moskau lobte die US-Position als ausgewogen und zielorientiert. Der Verhandlungsprozess sei durch das Telefonat zwischen Trump und Putin angestoßen worden.
belga/dpa/vk