Papst Leo XIV. hat während des traditionellen Angelus-Gebets in Rom erneut ein Ende der Gewalt in der Ukraine gefordert. Er bekräftige nachdrücklich seinen dringenden Appell für einen sofortigen Waffenstillstand und für ernsthafte Bemühungen um einen Dialog, sagte das Oberhaupt der Katholischen Kirche.
Es sei an der Zeit, dass die Verantwortlichen die Logik der Waffen aufgäben und mit der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft den Weg der Verhandlungen und des Friedens einschlügen. Die Stimme der Waffen müsse verstummen, so Leo. Er rufe alle dazu auf, nicht in Gleichgültigkeit zu verfallen, sondern sich durch Gebete und konkrete Zeichen der Nächstenliebe solidarisch zu zeigen.
Der Papst äußerte sich auch zu einer Schießerei im Umfeld einer katholischen Schule im US-Bundesstaat Minneapolis, bei der zwei Kinder getötet wurden. Leo forderte ein Ende der Waffengewalt. Wörtlich sagte er: "Lasst uns Gott anflehen, die Pandemie der Waffen, großer und kleiner, die unsere Welt infiziert, zu beenden."
Russische Angriffe auf ukrainische Energieversorgung
Nach einem russischen Drohnenangriff sind in der Stadt Tschornomorsk in der Region Odessa laut Behörden fast 30.000 Haushalte ohne Strom.
Den Angaben zufolge wurde die Energieinfrastruktur der Region beschädigt. Auch an Privathäusern und Verwaltungsgebäuden gibt es demnach Schäden. Ein Mensch wurde verletzt.
Insgesamt verzeichnete die Ukraine weniger russische Angriffe als in den vergangenen Tagen. Nach Angaben der Flugabwehr griff Russland mit 142 Drohnen an, von denen die Luftstreitkräfte 126 unschädlich gemacht hätten.
Ukraine attackiert Ziele auf der Krim
Das ukrainische Militär meldet mehrere Angriffe auf russische Einheiten auf der Krim. Bei einem Drohnenangriff nahe Simferopol seien mindestens drei Hubschrauber zerstört worden. Zudem seien bei Raketenangriffen auf einen Stützpunkt bei Woloschino mindestens sechs Luftkissenboote vernichtet worden. Die Folgen eines weiteren Einschlags in einer Kaserne sind noch unklar.
Russland äußerte sich nicht, unabhängige Bestätigungen liegen nicht vor.
Laut dem ukrainischen Geheimdienst wurde außerdem eine russische Radarstation auf der Krim mit Drohnen angegriffen. Dabei sei ein Flugabwehrsystem beschädigt worden. Ein Video des Vorfalls konnte ebenfalls nicht unabhängig verifiziert werden.
dpa/sh/fk