Der russische Präsident Wladimir Putin will bei seiner viertägigen China-Reise nach eigenen Angaben den Aufbau einer multipolaren Weltordnung vorantreiben. Das erklärte er in einem Interview der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.
Sein Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping beim Gipfel der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Tianjin solle zu einer "zusätzlichen mächtigen Dynamik" führen bei der Schaffung dieser Weltordnung.
Die Worte Ukraine und USA oder der russische Angriffskrieg kommen in dem sehr langen Interview gar nicht vor.
Putin hatte sich immer wieder dafür ausgesprochen, die Vorherrschaft der USA zu beenden. In dem Interview machte er einmal mehr deutlich, dass es ihm auch um eine Schwächung des Dollar gehe. So hätten Russland und China ihren Handel nahezu vollständig auf ihre nationalen Währungen umgestellt.
Als wesentlichen Teil einer neuen Weltordnung sieht er auch in der Stärkung des Globalen Südens mit der Gruppe der Brics-Staaten an der Spitze. Brics steht für Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika, zur Gruppe gehören aber inzwischen mehr Staaten.
dpa/est